Das war 2011Der liberale Jahresrückblick für Schieder-Schwalenberg
 Januar: Im Landtag diskutiert man über die Umverteilung von Finanzmitteln zu Lasten der kleinen Gemeinden und zu Gunsten der großen SPD-Hochburgen. Der für Schieder-Schwalenberg direkt gewählte SPD-Landtagsabgeordnete Maelzer spricht sich dafür aus. Allein die 5 Städte im Wahlkreis von Maelzer verlieren in 2011 fast 3,4 Mio. Euro an Schlüsselzuweisungen. Maelzer allerdings verhöhnt die Opposition, die sich gegen die Umverteilung ausspricht, als Volkskammer-Opposition aus CDU, FDP und "fußkranken Kommunisten".
Februar: Aus dem Schulministerium von Sylvia Löhrmann (Grüne) kommt das offizielle Aus für das Konzept der Schlossparkschule "Schule der Zukunft", weil die Schule in Schieder zu klein ist. Gefordert wird eine Vierzügigkeit, was aber in Schieder nicht möglich ist.
März: Durch die Verwaltung wird ein Haushaltsentwurf mit einem neuen Rekorddefizit vorgelegt. Allein die Überziehungskredite sind mit 12 Mio. Euro kalkuliert. Bürgermeister Klaus empfiehlt trotzdem, "die betriebswirtschaftliche kurzfristige Betrachtung beiseite zu legen", was auch der Linie der Ministerpräsidentin Kraft entspricht. Die wurde allerdings vom Verfassungsgerichtshof wegen ihrer Schuldenorgie ausgebremst: Der Nachtragshaushalt wurde für nichtig erklärt.
April: Erwartungsgemäß wird der Haushalt von Schieder-Schwalenberg durch die Kommunalaufsicht nicht genehmigt. Die Stadt befindet sich damit im Nothaushaltsrecht.
Mai: Die FDP-Ratsfraktion stellt den Antrag, die Fristen zur Dichtheitsprüfung der privaten Kanäle zu verlängern. Anderenfalls müssten alle Kanäle bis 2015 überprüft werden.
Die SPD-Fraktion bewegt sich auf die FDP zu und gibt ihre Haltung auf, die finanzielle Unterstützung der Jugendarbeit in Schieder zu kürzen. Nur die Grünen wollen weiter eine Kürzung.
Die Grünen machen sich mit einem Boykottaufruf gegen eine Spieleaktion der E.ON am SchiederSee lächerlich. Bei der Spieleaktion sollten 2.000 Euro an heimische Vereine ausgeschüttet werden. Die Grünen hatten allerdings beschlossen, dass E.ON böse ist.
Juni: Die FDP-Landtagsabgeordnete Pieper-von Heiden stellt eine Anfrage zur Absenkung der Mindestklassengröße in Grundschulen auf 15 Schüler und wird von der grünen Schulministerin ziemlich unwirsch abgebürstet. Zum Jahresende legt die Schulministerin übrigens ein Konzept vor, nachdem die Mindestklassengröße auf 15 Schüler reduziert wird.
Die rot-grüne Koalition im Rathaus steht kurz vor dem Bruch, weil keine Einigkeit beim Thema Mehrgenerationenhaus herrscht. Die Grünen haben sich - wie übrigens auch die FDP - zu intensiv mit der Finanzierung beschäftigt und müssen sich deshalb von ihrem Koalitionspartner Blockadepolitik vorwerfen lassen.
Juli: In einer Bürgerversammlung werden die Pläne zum Mehrgenerationenhaus vorgestellt.
Die Landes-FDP und die FDP in Schieder-Schwalenberg machen weiter Druck beim Thema Dichtheitsprüfung. Die SPD, Grüne und auch die CDU wollen zu diesem Zeitpunkt noch an der Dichtheitsprüfung festhalten und ein Abgeordneter der Grünen bezeichnet das Thema und damit die Sorgen und Nöte der Bürger als "Rohrkrepierer".
August: Phoenix Contact aus Blomberg kauft das Grundstück der Cotta-Möbelwerke.
Die Landesregierung bekräftigt noch einmal, die Mindestklassengröße in Grundschulen nicht absenken zu wollen..
September: Die Landesregierung legt die Rahmendaten für die Finanzausstattung der Kommunen vor. Den kleinen Kommunen wie Schieder-Schwalenberg sollen erneut erhebliche Mittel abgezogen werden.
Oktober: Die Koalition von SPD und Grünen in Schieder-Schwalenberg wird offiziell von den Grünen aufgekündigt. Tatsächlich waren die Parteien schon länger zerstritten und in wichtigen Fragen unterschiedlicher Meinung. Auswirkungen auf die Ratsarbeit sind aber nicht zu erwarten, da insbesondere die FDP ihr Abstimmungsverhalten an Sachfragen orientiert und der Rat somit jederzeit handlungsfähig bleibt.
November: Auch Mitglieder der FDP aus Schieder-Schwalenberg sind dazu aufgerufen, beim Mitgliederentscheid zur Euro-Rettung mitzuwirken. Die FDP ist die einzige Partei, die das Instrument des Mitgliederentscheids in ihrer Satzung verankert hat. Insbesondere von Seiten der SPD und der Grünen wird die FDP wegen des Mitgliederentscheids scharf kritisiert. Die Mitglieder der SPD und der Grünen dürfen bei dieser wichtigen Frage nicht mitreden.
Dezember: Die Dichtheitsprüfung wird in Düsseldorf gekippt und die Beharrlichkeit der FDP wird von Erfolg gekrönt. Schulministerin Löhrmann legt jetzt doch ein Konzept vor, mit dem die Mindestklassengröße bei Grundschulen im ländlichen Raum auf 15 reduziert werden soll.
Im Kreistag werden Aufträge zum Bau der SchiederSee-Umflut vergeben. Die FDP spricht sich gegen die Umflut aus, weil die Vergabe intransparent war und lediglich die Auftragssumme von 13 Mio. Euro im Vordergrund stand und nicht die Leistung, die dafür geboten wurde.
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